Kiana's Reise - Teil 20

Gross weit und öde war das Land des Feuers.

Kiana stand am Fusse eines Vulkans welcher, im Moment, nur dunklen Rauch produzierte.

Nicht zum ersten Mal war Kiana froh einige menschliche Eigenschaften nicht so stark ausgeprägt zu haben.

Sie spürte zwar Wärme und Kälte, fror und schwitzte aber nicht wie die Menschen. Ihr Elfenkörper konnte sich, bis zu einem gewissen Grad, innert kürzester Zeit an das Klima Ihrer Umgebung anpassen.

Genau dass passierte jetzt, wie bei einem Chamäleon nahm Sie die Farben Ihrer Umgebung an. Kiana stieg den Vulkan hinauf, noch nie hatte sie in einen Krater geblickt. Das wollte sie nun wagen. Zögerlich aber voller Neugier Streckte sie den Kopf über den Rand und blickte nach unten in ein Meer aus glühender Lava.

"Ich bin das Feuer der Ursprung der Erde“ tönte es plötzlich aus dem Vulkan heraus. Kiana machte erschrocken einen Satz in die Luft ihre kleinen Elfenflügel hielten sie kurz in der Luft und bewahrten sie so vor einem Absturz.

"Wo bist du? Ich sehe dich nicht“ rief sie. "Ich habe keinen Körper wie du. Ich brenne und bin flüssig, manchmal aber bin ich auch starr und hart. Das einzige Gesicht dass ich habe, ist jenes dass du dir vorstellst.“ kam die Antwort aus der tiefe des Berges, "Ich war das erste Element welches es auf diesem Planet gegeben hat. Meine Kraft wärmt den Boden damit die Saat aufgehen kann und die Ozeane damit die herrlichen bunten Fische und Korallen einen Lebensraum haben.“ "Es gibt aber viele Orte die gar nicht warm und bunt sind.“ gab Kiana zu bedenken und versuchte angestrengt in der tiefe de Vulkans etwas zu sehen. Plötzlich gab es ein rumpeln und kleine Funken wurden ausgespuckt. 

"Entschuldige, das geschieht manchmal wenn Gase entweichen. Kennst du sicher auch.“ meinte das Feuer leise lachend "Du hast natürlich recht. Aber auch dort war ich. Durch heftige Erschütterungen und Feuerlawinen entstanden die Berge und mit ihnen die Täler. Wie ich zu Anfang sagte: ich kann auch Starr und Hart sein."

"Wenn du aber Feuer spuckst ist es eine Katastrophe für die Menschen.“ warf Kiana ein.

"Ja und nein.“ antwortet das Feuer "Wenn alles verbrannt ist, sorg die Asche für neue Nährstoffe und neues Leben kann wachsen. Oftmals müssen wir etwas verlieren, damit ein Neuanfang möglich ist.“

Kiana sass mittlerweile gemütlich am Krater und liess sich das Gesagte durch den Kopf gehen.

"Ja du hast recht." stellte Kiana erstaunt fest, "In mir brannte das Feuer der Unruhe, etwas neues musste her.

Darum auch diese Reise. Durch all die Begegnungen habe ich mich verändert."

"Siehst du, nichts ist nur gut oder böse, natürlich gibt es Lebewesen die sich für eine Seite entscheiden aber das muss nicht sein."

Noch einmal sprang ein Funkenregen nach oben und umhüllten eine sehr nachdenkliche Kiana. Langsam wurde es ihr doch zu warm und so machte sich die Elfe wieder an den Abstieg.

 

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