Kiana's Reise - Teil 23

„Pui Teufel“ schimpfte Kiana und schüttelte sich das Wasser aus den Haaren und den Kleidern. Das Gewitter hatte sie auf der Suche nach Essen überrascht.

Seit ein paar Tagen wohnte Sie in einer kleinen, verlassenen Fischerhütte an einem grossen See. Die Umgebung war grün, ruhig und voller Tiere, fast ein bisschen wie zu Hause. 

Kiana seufzte und liess sich auf die Bank vor den Häuschen nieder.

„Hee!“ fauchte der Waldkater, „Auf mir kannst du nicht sitzen!“

„Entschuldigung, mein Lieber.“ Der grosse graue Kater kam täglich vorbei.

„Soll ich dich ein bisschen kraulen?“ fragte Kiana. Worauf der Kater sich genüsslich auf den Rücken drehte und ihr seinen Bauch anbot.

„Wo warst du?" wollte er wissen. „Unten am See, ich habe die Angelruten kontrolliert.“ wieder seufzte Kiana, „Weisst du dass das Wasser ein Element ist? Ich überlege gerade ob es mein liebstes Element ist!“ 

„Es ist vor allem Nass.“ antwortete die Waldkatze patzig.

„Ja, schon mein Lieber, aber ohne Wasser hast du nichts zu trinken und kein Abendessen. Wie sollte ich meine Kleider waschen? Ich liebe es frische Kleider anziehen zu können. Es nährt den Wald damit er grün ist und Früchte trägt; somit sorgt Wasser für uns und alle Tiere. Wenns es brennt löscht Wasser das Feuer, es ist also stark und doch so weich das man gerne darin badet.“

„Ich bade nicht!“ Brummte der Kater und kletterte auf Kianas Schoss, um jetzt hinter den Ohren gestreichelt zu werden, „Allerdings würde ich gerne über das Wasser gehen können.“

„Das kann ich.“ und wider seufzte Kiana, sie hatte das Erste mal auf ihrer Reise richtig Heimweh.

„Das habe ich von meiner Mutter gelernt. Sie war die Beschützerin unseres See's und achtete darauf dass es allen Seebewohnern gut ging. Meine Schwestern und ich haben es oft gemacht, wer am längsten trocken blieb war für einen Tag Königin." Kiana lächelte wehmütig, „Du benötigst nur Konzentration und einen starken Willen,- ich zeige es dir."

Sie schob die Katze weg stand auf und ging zum See.

Dort schloss sie die Augen, dachte an ihre liebe Mutter und an ihr Zuhause, machte die ersten Schritte......

und dann tanzte sie über das Wasser.

 

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Autorin: Manuela Gerritsen

Foto: Elena Frizler

Model: Julia

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