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Kleines Kind, grosse Sorgen.

Man sagt ja eigentlich kleine Kinder kleine Sorgen und grosse Kinder grosse Sorgen. Naja das bestätige ich noch nicht. Gebt mir noch ein paar Jahre.

Das erste Mal mit seinem Kind in ein Spital zu müssen, abgesehen von der Geburt, ist wohl für alle Eltern eine Herausforderung welche man am liebste nie erleben möchte. Ok die Geburt selber ist natürlich auch eine Herausforderung. Aber ihr wisst sicher was ich meine.

Hier sitze ich jetzt am Spital Bett meines fast 6 Monate alten Baby's. Es ist mitten in der Nacht, und ich denke nicht eine Sekunde daran schlafen zu gehen obwohl alles wieder OK ist.

Als ich Heute Nachmittag (naja eigentlich schon gestern Nachmittag) mit ihr gespielt habe wurde sie auf einmal blau. Vom Kinn bis zur Stirn. Sie hat munter weiter quatsch gemacht während sie um die Lippen herum aussah als hätte sie einen Schlumpf geküsst. Als dieser Zustand ein paar Minuten so blieb machte ich mir schon langsam sorgen obwohl mein Kind völlig zufrieden war und keine Sekunde daran dachte mal still zu sitzen. Ich versuchte den Kinderarzt zu erreichen, doch natürlich war es schon zu spät, er hatte Feierabend. 

Da der plötzliche Kindstod in diesem Alter nicht unterschätzt werden darf rief ich im Uni Spital ZH an um nachzufragen was ich machen soll.

Jetzt sitze ich hier. Seit sich die Ärzte entschieden haben sie Stationär aufzunehmen ist sie nicht mehr blau.

Trotzdem schläft sie jetzt in einem Spital Bett und wird von einem Monitor überwacht der jeden Herzschlag und jede Atembewegung aufzeichnet.

Die Schwestern meinten ich soll schlafen gehen,- im Nebengebäude gibt es für die Eltern Betten. Sie würden mich rufen wenn etwas wäre. Ich vertraue ihnen, ich weiss das die Kleine hier gut aufgehoben ist. Doch würde es mir nie im Traum einfallen jetzt von ihrer Seite zu weichen. Ich habe keinen Grund dazu. Ich habe ja schon seit Monaten Augenringe, diese eine Nacht ohne schlaf wird es nicht schlimmer machen.

Im Zimmer sind noch 2 andere Baby's. Eines 8 Monate alt welches morgen nach Hause darf. Das Andere scheint ein Frühchen zu sein. Es ist ganz klein. 

Im Vergleich zu den Beiden scheint Ria Aitana kerngesund zu sein. Und trotzdem bin ich hier.

Ich möchte nicht zu den hypochonder Eltern gehören die mit ihrem Kind wegen allem zum Arzt rennen, aber ich verstehe sie. Lieber einmal zu früh als das es zu spät sei, sagte die Nachtschwester. Auch der Arzt meinte es sei besser wenn sie wenigstens eine Nacht überwacht würde. Es scheint nicht nur für mich schwierig abzuschätzen, wie gefährlich die Situation wirklich ist. Noch ein paar Stunden. Dann wissen wir hoffentlich mehr.

Schlaft schön.

 

💋In liebe Jessica 

 

 

 

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