Corona sei Dank


vor 8 Wochen geschrieben

Der Corona Krise sei Dank.
Ich muss nicht!
Irgendwelchen Menschen zu nahe kommen, diesen schon gar nicht mit Küsschen begrüssen, obwohl meine Nackenhaare zu berge stehen,- nur einer falschen Höflichkeit zu liebe.
Corona sei Dank:

Ich darf offiziell Abstand halten.

Versteht mich nicht falsch, meine Freundin im Welschland wird umarmt und bekommt auch ein
„Müntschi“ auf die Wange; wir sehen uns ja nur wenige male im Jahr.
Auch meine ganze Familie und die paar die ich wirklich als Freunde betrachte,
wobei es auch hier welche gibt, die ganz froh sind wenn man Ihnen nicht zu nahe kommt.

Wenn meine Enkeltochter keine Lust hatte, der alten Moma, einen Kuss zu geben war das völlig
in Ordnung,- da war mir das liebevolle kuscheln auf dem Sofa soo viel mehr wert.

Endlich Abstand!

2m wie cool ist das denn.

Soviel Platz hatte ich schon lange nicht mehr.
Natürlich gabt es schon vorher viele Situationen wo man nicht jeden Knutschen musste, der Abstand  jedoch nur wenige cm betrug.

Wie oft genügt ein ehrliches Grüezi oder Tschüss zusammen und ein Lächeln im vorbei gehen.
Ein Entschuldigung, wenn ich jemandem zu nahe komme oder im Weg bin und ein ehrlicher Händedruck
bei jemandem der nur mein Leben streift.

heute 8 Wochen später
Corona sei Dank.
Ich bin nicht mehr die Einzige die offen zugibt, dass die Küsschen nicht ihrs sind.
Heute wurde im Radio darüber diskutiert ob weiter "geküsst" werden soll oder lieber nicht.
Das "lieber nicht" überwiegt.

Damit bin ich plötzlich keine komische Manu mehr sondern eine von Vielen, welche bei der nächsten Geburtstagsrunde ohne schlechtes Gewissen keine Bussi-Bussirunde dreht sondern einfach und ehrlich  "Hoi zäme" sagt.

 

 Manuela Gerritsen

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