Wir waren, doch du bist!

 

Seit unserer Trennung sind nun einige Wochen und Monate vergangen, und du bist ausgezogen.

Ich hätte mir etwas anderes gewünscht, mehr frieden, mehr ruhe.

Ob du einfach nicht wolltest, oder nicht konntest lasse ich mir offen. 

Zu lange habe ich mir Gedanken um dein Empfinden gemacht und meines liegen lassen, zu lange wollte ich es gemeinsam schaffen und wurde dadurch so einsam.

 

Ich weiss, ein harter Vorwurf, wenn man bedenkt wie viele Menschen jetzt da sind um mir zu helfen.

Ich bin unendlich dankbar für jeden Einzelnen.

 

Mein Alltag ist nun etwas anders.

Es braucht Zeit bis sich alles einpendelt, doch das stresst mich nicht, es braucht nur Kraft.

 

Ob ich wütend bin? Nein.

Ob ich dich nun hasse? Nein.

Ob ich dich vermisse? Nein, ich vermisse mich selbst viel mehr.

Ob ich dich zurück haben möchte? Nein.

Du warst und bist ein Teil meines Lebens, ein Teil meines Herzens in dem Vergangenes wohnt, dort wirst du immer einen Platz behalten. Trotz allem hast du im echten Leben nur noch begrenzt Raum.

 

Für uns Beide ist eine Welt zusammen gebrochen.

Vielleicht hat die Welt bei mir weniger gebebt,- weil ich es kommen sah, weil ich mich damit immer und immer wieder auseinander gesetzt habe während du einfach nur dagesessen hast und es scheinbar bei einem Ohr rein und beim anderen raus flog.

Die Schuld für dein aktuelles Sein lasse ich mir nicht aufladen.

Dafür habe ich die letzten Jahre zu viel getragen.

Ich hab dir den ganzen Bettel vor die Füsse geschmissen, lasse dich damit alleine.

Das stimmt.

Aber so ist das jetzt. Wir sind nicht mehr Wir.

Dass ich mich nun 40Kg leichter fühle und du dich dafür um dieses schwerer.... 

Ich würde gerne Mitleid empfinden.

Doch ich ich kann es nicht. Selbst dafür fehlt das Gefühl.

Du bist selber schuld. So wie ich auch.

Weder Mitleid, noch Selbstmitleid ändern etwas daran.

 

Wie du aktuell damit umgehst ist für mich eine Tortur.

Ein Kontaktabbruch würde mir gut tun.

Ich denke uns beiden.

Doch wir haben mehr als nur das ich und du.

Dem bin ich mir bewusst, und ich glaube du auch.

Ich erwarte viel mehr von dir als jemals zuvor, auch dem bin ich mir bewusst.

Ich nehme keine Rücksicht mehr auf deine Gefühle, auch das ist mir bewusst.

Du äusserst immer wieder du hättest dich jahrelang meinen Regeln unterwerfen müssen und ich hätte mich nie angepasst. 

Wie sehr du dich getäuscht hast merkst du gerade mit jedem Tag an dem ich mein Leben und die Umgebung dazu so gestalte wie es für mich stimmt.

 

Ich glaube dieser Text ist zynisch.

Vielleicht etwas wütend. Dennoch ist er mit viel liebe geschrieben.

 

Alles was war das ist und was kommt das kann. (Jessica Da Silva Estrela - Gerritsen)

 

Wir waren.....doch du bist nicht weg zu denken.

Du bist Ria Aitana's Papa. Ich könnte mir keinen besseren Papa für sie backen. Ich finde es schön euch zu zusehen und ich geniesse die Freude der Kleinen wenn du da bist.

Du bist jederzeit willkommen, selbst dann, wenn ich keine Lust habe dich zu sehen.

Du bist ein Teil meiner Vergangenheit und gleichzeitig ein Teil meiner Zukunft.

Du bist nicht mehr mein Partner, dennoch wirst du ein Partner sein beim bewältigen von zukünftigen Ereignissen die unser Kind betreffen.

Du gehörst nicht mehr zu den Menschen von denen ich mich gerne umarmen lasse, doch du bleibst mir nah,- und das ist gut so.

Du bleibst Familie, obwohl wir nie wieder mehr werden als gute Freunde die einander schätzen und achten.

Ich wünsche dir nur das Beste.

 

💋In liebe Jessica  

 

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